Kongress BW – Ressourceneffizienz – Kreislaufwirtschaft

Die süddeutsche Nachhaltigkeitsbranche versammelte sich vom 13. bis 14. Oktober 2021 in Stuttgart zur Live-Konferenz unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Hochkarätige Vertreter:innen aus Politik, Forschung, Bildung und Wirtschaft tauschten sich zu vielfältigen Themen aus. Als Teilnehmerin und Mentorin genoss ich spannende Fachvorträge, kontroverse Plenumsdiskussionen und praxisbezogene Foren mit Umsetzungsbeispielen einzelner Unternehmen.

Vielversprechende Existenzgründungen präsentierten ihre Geschäftsideen und Prototypen neu entwickelter Produkte auf den Messeständen und in den Pitch-Vorträgen auf der großen Bühne.

Als Controlling-Expertin und Mentorin beriet ich Start-up-Gründer:innen in persönlichen Gesprächen im Rahmen des Programms Kongress LAB zu wichtigen Themen einer Neugründung. Aspekte wie die Bestimmung des Unternehmenswertes, die Preisfindung für innovative Neuprodukte sowie die Einschätzung möglicher Risiken standen auf dem Programm. Nicht zuletzt wurde bei der Neugründung mit einem innovativen Produkt auch die besondere Sichtweise eines Investors (Venture Capital) beleuchtet.

Während dieses Kongresses wurden meine eigenen Überzeugungen bzw. Erkenntnisse bestätigt:

Ökologie und Ökonomie können zusammen erfolgreich und klimaneutral wirtschaften! Das betonte auch die Umweltministerin, Frau Thekla Walker. Weiter führte sie aus, dass Deutschland seine avisierte Rolle als Klimaschutz-Musterland nur zusammen mit der Wirtschaft verwirklichen könne. Baden-Württemberg hätte sich die Ziele gesetzt, das führende Bundesland beim CO2-Recycling und der führende Standort für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien zu werden.

Auch die Vorständin der Stiftung 2° (Grad), Frau Sabine Nallinger, hob hervor: „Ohne den Klimaschutz gibt es keinen wirtschaftlichen Erfolg.“ Letztendlich müsse sich die ganze Welt bewegen. Die Größe der Aufgabe und die notwendige Geschwindigkeit der Umsetzung würden Kooperationen erfordern.

Prof. Dr. Mario Schmidt vom Institut für Industrial Ecology der Hochschule Pforzheim wies darauf hin, dass man die Klimaneutralität nicht innerhalb der Grenzen eines Landes betrachten dürfe. Nur die globale Betrachtung führe zu richtigen und sinnvollen wirtschaftspolitischen Entscheidungen. „Wir müssen globaler denken: in Bezug auf Lieferketten und die Produktverwendung.“

Eine meiner persönlich wichtigsten Erkenntnisse lautet:

Unsere ökologischen Überlegungen müssen sich wirtschaftlich rechnen, sonst werden sie nicht umgesetzt. Eine Innovation kann sich nur durchsetzen, wenn sie in ein Geschäftsmodell eingebunden ist, das auch ökonomisch tragbar ist.

Die Umweltministerin,
Frau Thekla Walker (links im Bild),
zu Besuch bei einem von mir als Mentorin durchgeführten Controlling-Beratungsgespräch.

Die Umweltministerin, Frau Thekla Walker (links im Bild), zu Besuch bei einem von mir als Mentorin durchgeführten Controlling-Beratungsgespräch